Duftlampen: Ätherische und synthetische Öle?
Reine ätherische Öle sind in der Regel recht hochpreisig. Das liegt in erster Linie an deren aufwendiger Gewinnung.
Als Alternative gibt es heute preisgünstige naturidentische oder synthetische Öle, die mit wesentlich geringerem Aufwand im Labor hergestellt werden.
Zur reinen Beduftung (z.b. in Form von Duftlampen für die Wohnung) reichen in der Regel diese naturidentischen oder synthetischen Öle.
Wer nicht nur eine wohlduftende Wohnung möchte, sondern auch noch in verschiedenen Bereichen eine Wirkung, der muss zu den reinen ätherischen Ölen greifen.
Was sind ätherische Öle?
Ätherische Öle sind leicht bis stark riechende ölartige Flüssigkeiten. Häufig findet man auch die Bezeichnung etherische Öle. Diese Bezeichnung wird von dem Wort Ether abgeleitet, was soviel heißt wie „flüchtig“.
Dadurch das ätherische Öle leicht flüchtig sind, können sie in kleinen Mengen als Raumbeduftung eingesetzt werden. Da ihre Dichte geringer als Wasser ist, schwimmen sie in kleinen Tropfen auf der Wasseroberfläche.
Es ist zu empfehlen, bei Zugabe zu Bädern, das ätherische Öl in eine Trägersubstanz zum Beispiel Sahne oder Milch zu lösen, da es sonst bei Hautkontakt zu starken, nicht gewünschten Reaktionen führen kann.
Warum sind die ätherische Öle hochpreisiger als synthetische Öle?
Reine ätherische Öle werden meist in aufwendig Verfahren aus Pflanzenteilen gewonnen. Daher erklärt sich auch der zum Teil recht hohe Preis für wenige Milliliter der Extrakte.
Im Handel gibt es auch synthetische oder naturidentische Öle. Beide Varianten werden im Labor produziert. Entweder komplett synthetisch oder durch Mischung der einzelnen Naturbestandteile des Öles.
Die Alternativ-Kosmetik und -Medizin sagt diesen preiswerten und "künstlichen" Ölen keine Wirkung nach. Einzig der Duft ist nahe am ätherischen Öl.
Man benötigt für 1Kilogramm Rosenöl 700 bis 1000 Kilogramm Blüten.
Anhand solcher Mengen erkennt man, warum reine ätherische Öle so hochpreisig sind.
Die Gewinnung der Öle
Die 4 Verfahren zur Gewinnung ätherischer Öle sind unterschiedlich aufwändig.
Enfleurage:
Sie heute (Ölextraktion) nur noch selten praktiziert. Sie wird auch als Ölextraktion bezeichnet.
Durch Handarbeit wird auf fettüberzogene Glas- oder Metallplatten meist Blütenblätter gelegt. Danach werden die mit Duft angereicherten Fette durch eine Alkoholextraktion vom ätherischen Öl getrennt.
Diese Methode ist sehr zeitaufwendig und wurde früher für Blüten entwickelt, bei denen das ätherische Öl sehr leicht flüchtig war, zum Beispiel von Jasmin, Rosen oder Lavendel.
Lösungsmittelextraktion:
Heutzutage wird zum Beispiel Rosenöl häufig mit Hilfe der Lösungsmittelextraktion gewonnen.
Extraktion kommt von "extrahieren" und bedeutet „herausziehen“.
So wird bei diesem Verfahren mit Alkohol oder ähnlichen leicht flüchtigen Stoffen eine salbenartige Masse (Konkret) gewonnen. Aus diesem Konkret wird dann, mit Hilfe von Alkohol der sogenannte Pflanzenwachs hergestellt, der dann unter anderem zu ätherischem Öl verarbeitet werden kann.
Wasserdampfdestillation:
Bei der Wasserdampfdestillation wurden früher die zerkleinerten Pflanzenteile in einen großen Bottich mit Wasser erhitzt.
Der Wasserdampf mit den gelösten Ölen wurde aufgefangen und abgekühlt. Heutzutage wird häufig eine ergiebigere, wenn auch aufwendigere Methode, angewandt.
Hier werden die Pflanzenteile auf Röhren gelegt, durch die Wasserdampf hindurch geleitet wird. Der Dampf wird mit den Essenzen in ein kleineres, gekühltes Rohr geleitet. Das Destillat wird in ein mit Wasser gefülltes Auffanggefäß geleitet, wo dann das ätherische Öl abgeschöpft wird.
Kaltpressung:
Bei Zitrusfrüchten wie Orange, Grapefrucht, Limette oder Bergamotte lagern die Öle in der Schale. Diese wird zerkleinert und mit ein wenig Wasser vermischt und dann gepresst.
Aus der so gewonnen Emulsion (W/Ö) wird mit Hilfe eine Trennung von Stoffgemischen durch eine Zentrifuge das wertvolle ätherische Öl heraus gefiltert.
Hierbei sollten nur unbehandelte und streng biologisch angebaute Früchte verwendet werden, da bei dieser Kaltpressung auch sämtliche Pestizide, Konservierungsstoffe und Kunstdünger in das Öl gelangen.
Die Haltbarkeit der ätherischen Ölen.
Ätherischen Ölen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. So ist es besonders wichtig, dass keine Schadstoffe in das Extrakt gelangen. Wer möchte schon zum Beispiel bei der Einnahme von dem beruhigenden Baldrian Pestizide mit aufnehmen und so eine allergische Reaktion oder Schlimmeres hervorrufen.
Diese wertvollen Extrakte werden in dunkelbraune Glasbehälter abgefüllt, diese schützen das Öl vor schädlichen Lichteinflüssen.
Ätherisch Öle sind bei einer dunklen und kühlen Lagerung bis zu drei Jahren haltbar.
So wird klar, dass ätherische Öle sehr kostbar aber auch sehr wirkungsvoll sein können.
Fazit: Durch solch aufwendige Gewinnung der ätherischen Ölen wird klar, warum man für die wirksamen, kleinen Tropfen tiefer in die Tasche Greifen muss.
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