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Neue Richtlinien zum Thema Sonnenschutz

ArtikelbildWir alle wissen theoretisch was mit dem Sonnenschutz gemeint ist. Aber welcher Bräunungstyp bin ich? Wie kann ich mich richtig schützen? Und welche neuen Richtlinien gibt es in in der Sonnenpflege?

Die richtige Sonnenpflege ist heute noch wichtiger als vor ein paar Jahren.

Unsere Atmosphäre wird von immer mehr Teilchen angereichert, die die Sonnenstrahlen reflektieren und verstärken. Weiterhin ist unsere Ozonschicht auch nicht mehr das was sie mal war. Sie wird dünner und bekommt Löcher. Das ist kein Geheimnis. Forscher reden schon seit Jahren über unsere Ozonschicht. So ist es für jeden wichtig, den eigenen Bräunungstyp zu kennen und sich dazu auch entsprechend zu verhalten.

In der Sonnenpflege spricht man von vier Sonnentypen (siehe Tabelle). Sie werden unterschieden durch ihre Hautbeschaffenheit, Haar- und Augenfarbe. Wobei Kinder und Kleinkinder bis in die Pubertät aus diesen Sonnentypen herausfallen.
Für sie gelten: Ein größtmöglicher Schutz durch Kleidung und/oder Pflegepräparate mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Ihre Haut ist noch viel empfindlicher als die Erwachsenenhaut. Und jeder Sonnenbrand in der Kindheit, erhöht die Gefahr später an Hautkrebs zu erkranken.

Eigenschaften Keltischer Typ Germanischer Typ Mischtyp Mediterraner Typ
Haarfarbe Rot oder Blond Blond Braun bis Dunkelbraun Dunkelbraun bis Schwarz
Augenfarbe Blau/Grün Blau oder Grün Grün bis Braun Meist Braun
Hautfarbe Hell mit Sommersprossen Hell Mittelhell Dunkel
Hauttyp Sehr empfindlich Empfindlich Normal Unempfindlich
Eigenschutzzeit 5 Minuten 10 Minuten 15 Minuten 30 Minuten
Empfehlung SPF 30 oder Kleidung SPF 30 SPF 20 SPF 15

Was versteht man unter SPF? 

SPF ist die Angabe auf Sonnenschutzpräparaten und ist die Abkürzung aus dem englischen für "Sun Protection Factor". Diese haben wir dem österreichischen Chemiker Dr. Franz Greiter zu verdanken.
1938 verbrannte sich der damalige Chemiestudent Franz Greiter bei einer Bergtour auf den Piz Buin die Haut. Daraufhin entwickelte er dann die erste Sonnencreme.
1946 war es dann soweit die ersten Sonnencreme kam auf den Markt.
1962 führte Dr. Greiter das System des SPF ein.
SPF sind künstliche, chemische oder natürliche Multiplikatoren, die in Sonnencremes verwendet  werden. Sie geben an, wie lange man geschützt in der Sonne bleiben kann.

Der richtige Umgang mit Sonnenpflegemittel

Der richtige Umgang mit den Sonnenpräparaten ist leider immer noch nicht selbstverständlich. Viele Menschen benutzen immer noch einen zu niedrigen SPF, aus Angst nicht zu bräunen.
Wenn Ihre Eigenschutzzeit (Siehe Tabelle) zehn Minuten beträgt und Sie tragen einen Sonnenpräparat mit SPF 8 auf, dann können Sie sich 10 Minuten mal 8 gleich 80 Minuten geschützt in der  Sonne aufhalten. Sie sehen das ist nicht lang, daher die Empfehlung, tragen sie immer eine halbe Stunde bevor Sie nach draußen gehen eine Sonnenpflege mit einem hohen SPF großzügig und reichlich auf. Die Sonnenschutzfaktoren brauchen eine halbe Stunde um ihre volle Wirkung auf der Haut zu entwickeln.Der Sonnenschutz ist wie die Eigenschutzzeit aber nur einmal am Tag gültig.
Oft steht auch auf den Produkten das Sie mehrmals nachcremen sollen. Das ist richtig, denn die Sonne und das Wasser trocknen die Haut aus.
In den Produkten ist nicht nur der SPF sondern auch wichtige Feuchtigkeitsfaktoren und eventuell wichtige Vitamine, Wirk- und Nährstoffe, die die Haut geschmeidig halten und vor der Hautalterung schützen. Weiterhin versorgen sie die Haut mit Wichtiger Feuchtigkeit, die beim Sonnenbaden verloren geht.

Neue Richtlinien für die Industrie

Seit Anfang 2008 müssen, nach der Qualitätssicherung der Europäischen Kommission, auf  Sonnenschutzpräparaten, eine Gebrauchsanweisung und eine detaillierte Angabe über den UVA und UVB Schutz angeben werden. Der Hinweis auf die Haltbarkeit muss auch auf dem Präparat erscheinen.
Hierzu sollte man auch wissen, dass ein angebrochenes Sonnenschutzmittel nur in dem Jahr aufgebraucht werden sollte. Die SPF verlieren nach einem Jahr ihre Wirkung.
Auf den Produkten darf nicht mehr erscheinen 100% Schutz, Sunblocker, völliger Schutz oder australischer Standard.
In der Gebrauchsanweisung stehen dann heute zum Beispiel, dass das Präparat eine halbe Stunde vor der Sonnenbestrahlung reichlich und genügend aufgetragen werden soll.
Was ist aber "Reichlich und genügend"? Theoretisch versteht man darunter, dass Sie zwei Milligramm pro Quadratzentimeter auf Ihre Haut aufgetragen. Praktisch kann man sagen, dass circa sechs Teelöffel einem durchschnittlichen Erwachsenen ausreichen um sicher und geschützt ein Sonnenbad zu nehmen.

Wie wichtig oder schädlich ist die Sonne für uns ? 

Hier gilt auch, in Maßen genossen, ist die Sonne sehr gesund.

  • Wir brauchen sie führ unseren Knochenbau. Das Sonnenlicht spendet uns über die Haut, das für den Zellwachstum im Knochenstoffwechsel wichtige Vitamin D.
    Unsere Ernährung liefert uns durchschnittlich nur zehn Prozent unseres Tagesbedarfes.
  • Die Psyche wird positiv beeinflusst. Wir sind besser gelaunt, uns geht alles besser von der Hand, als bei dunklem Regenwetter.
  • Wir brauchen die Sonnenstrahlen um zu leben, aber wir sollten nicht wie ein Grillhähnchen braten, denn das übermäßige Sonnenbad macht nicht nur alt, sondern gefährdet auch noch die Gesundheit.

Fazit: Nur ein vernünftiger Umgang mit der Sonne, hält Sie gesund und fit und macht Sie nicht krank.

Foto(s):pixelio.de

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