Die Herbstmode
Die neue Herbstmode verspricht den Männern eine schöne Aussicht auf die Beine der Frauen. Schön verpackt in Stiefeletten, Schuhen oder Stiefeln, verspricht der Herbst eine halsbrecherische Jahreszeit zu werden. Wenn es nach den Designern geht, soll die Schuhmode in diesem Hebst optisch sehr damenhaft, aber auch sehr hoch werden. Von der Optik sind sie ein Hingucker, aber was richten die Absätze, die teilweise 10 Zentimeter oder höher sind, kurzfristig und auf lange Sicht gesehen, mit den Füßen, beziehungsweise mit dem Körper und den Organen an.
Allgemeine Probleme
Gerade die High Heels Stiefel belasten die Beine stärker, als Schuhe oder Stiefeletten. Der Schaft der Stiefel ist sehr hoch. Teilweise bis zum oder übers Knie. Die Materialien sind in der Regel recht fest, was den Vorteil hat, dass das Bein ein wenig gestützt, aber leider auch eingeengt wird. Jede Frau, die schon einmal höhere Stiefel am Bein trug, wird bestätigen, dass es nur eine kurze Freude ist. Durch diese Zwangshaltung des Beines empfindet man nach einiger Zeit, dass die Beine kalt oder auch ein wenig steif werden. Das Kältegefühl erklärt sich einfach. Durch die starre Haltung in dem Schaft, bewegt sich die Beinmuskulatur nur eingeschränkt. Es kommt zu einer Minderdurchblutung der Beine und Füße.
Auf eine lange Zeit getragen, kann diese Schuhmode Krampfadern, Venenprobleme und Cellulite den Weg ebnen. Hinzu kommt noch der extreme Absatz. Der Fuß steht nur auf dem vorderen Bereich, also auf der Zehenspitze. Durch den ausschließlichen Zehenspitzenstand rollt der Fuß nicht mehr ab und die Fuß- wie auch die Beinmuskulatur wird nur zu einem kleinen Teil beansprucht und trainiert.
Ein weiteres Problem ist das unfallfreie Laufen auf diesen mörderischen Absätzen. Da der Fuß nicht seine ganze Lauffläche nutzen kann, ist die Gefahr des Umknickens sehr hoch. Wir verlieren den Halt und es kann im leichtesten Fall zu schmerzhaften Verstauchungen und Prellungen kommen oder im schlimmsten Fall zu komplizierten Brüchen.
Langzeitschäden für die Füße
Werden die High Heels länger getragen, kommt es zu Deformitäten am Fuß. Der Fuß merkt sich jeden Schuh und die Deformitäten machen sich leider erst nach Jahren schmerzhaft bemerkbar. So kann es zu Hammerzehen, Schiefzehen, Ballenbildungen, Spreiz-, Senk- oder Hohlfüßen kommen. Diese Deformitäten sehen nicht nur unschön aus, sondern sie ziehen weitere schmerzhafte Begleiterscheinungen nach sich. So können sich an den Zehen, den Ballen und an der Fußsohle schmerzhafte Hyperkeratosen (Hornhaut) bis hin zu Hühneraugen, jeglicher Art und Schwere, bilden. Zu deren Entfernung bleibt dann nur der langwierige und teure Gang zu einem/r Podolgen/in oder einem/r gut ausgebildeten Fußpfleger/in. Eine Operation zur Entfernung der Hühneraugen hilft in den meisten Fällen nur kurzfristig.
Wenn Sie diesen Langzeitschäden vorbeugen wollen, gibt es einiges zu beachten.
- Tragen Sie Ihre High Heels nur so kurz wie nötig.
- Cremen Sie sich die Füße vor und nach dem Tragen der High Heels sorgfältig ein. So beugen Sie Verhornungen und wunden Stellen vor.
- Massieren Sie nach dem Tragen Ihre Füße ausgiebig. Damit regen Sie die Durchblutung an und lockern die Fußmuskulatur und -gelenke.
- Wirken Sie mit einer täglichen Fußgymnastik den Deformationen entgegen. Die Durchblutung wird angeregt und die Gelenke bleiben beweglich.
Langzeitschäden an den Gelenken und der Wirbelsäule
Wenn Schuhe mit Absätzen getragen werden, muss die Trägerin versuchen das Gleichgewicht zu halten. Wie macht sie das? Ganz einfach, je höher der Absatz, umso mehr kippt sie ihr Becken nach vorne und fällt somit ins Hohlkreuz. Eine fatale Haltung für Sprunggelenke, Knie und Hüften. Durch die Vorbeugung des Beckens, gelangen die Gelenke in eine anormale Haltung. Sie werden nicht mehr mit der ganzen Fläche benutzt. Es kommt zu einer einseitigen Abnutzung der Gelenke, was nach Jahren eine Implantation von Gelenkimplantaten zur Folge haben kann.
Für die Wirbelsäule sind die High Heels eine Tortur. Wenn die Trägerin im Hohlkreuz läuft, steht oder sich bewegt, werden die weichen Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern(siehe Bild) einseitig belastet, was auf die Dauer Bandscheibenvorfälle zur Folge haben kann.
Langzeitschäden der Organe
Sie lesen richtig. Auch die Organe verändern durch häufiges Tragen von High Heels ihre Lage. Durch diese veränderte Lage der Organe kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Der Darm wird bei dieser Haltung nach vorne gekippt. Dadurch kann es zu einer Minderdurchblutung kommen. Weiterhin können Unterleibsbeschwerden auftreten, die von leichten Menstruationsbeschwerden, bis hin zur Unfruchtbarkeit gehen können. Diese Schädigungen treten aber nur nach jahrelangem Tragen von High Heels auf. Gegen das Tragen von High Heels für eine kurze Zeit, zum Beispiel bei besonderen Anlässen , ist nicht viel einzuwenden.
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