Die Großmutter hat es der Mutter gesagt. Die Mutter gibt es an die Tochter weiter. So entstehen über die Generationen mehr oder weniger nützliche Tipps, die sich bei näherem Betrachten meist als große Irrtümer und auch Mythen herausstellen. Diese Tipps mögen vielleicht früher mal geklappt haben, aber die Produkte und die Lebensgewohnheiten haben sich verändert. Was früher einmal stimmte, kann heute sogar das Gegenteil bewirken.
Lesen Sie die wohl 25 beliebtesten und bekanntesten Kosmetikirrtümer und Beautymythen.
1. Die Haut atmet
Mythos! Dies wird immer wieder gerne behauptet. Das stimmt aber nicht! Die Haut ist das größte Ausscheidungsorgan und nicht das größte Atmungsorgan. Wenn der Körper zum Beispiel mit einer luftundurchlässigen Farbe komplett gestrichen wird, erstickt der Mensch nicht, sondern der Körper vergiftet.
Fragen Sie einfach einen Dermatologen. Er wird Ihnen das sofort bestätigen.
2. Make-up verstopft die Poren
Mythos! Das stimmt heute so nicht mehr. Heutige Make-ups sind so leicht und ohne Schadstoffe, dass Sie wirklich nur schützen und pflegen aber nicht verstopfen.
3. Kieselerde stärkt die Fingernägel
Irrtum! Fachleute diskutieren heute sogar über die Schädlichkeit von Kieselerde. Kieselerde enthält kristallines Silizium, wenn es fein gemahlen in die Lunge gelangt, dort Tumore hervorrufen kann. Schluckt man Kieselerde können Nierensteine entstehen. Zur Stärkung von Haut, Haaren und Nägeln, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung die bessere Lösung.
4. Wenn man auf den Nagellack pustet, trocknet er schneller
Irrtum! Die Oberfläche des Nagellackes wirkt trocken. Der Nagellack ist nicht durch getrocknet. Dadurch kann es zu hässlichen Macken im Nagellack kommen. Besser: Benutzen Sie nach dem lacken der Nägel ein Trocknungsspray. Damit trocknet der Nagellack etwas schneller und ist dann auch stoßfest.
5. Seife oder Bergmannsseife ist das Beste für empfindliche Haut
Mythos! Viele Seifen enthalten stark rückfettende Öle. Da Seifen eine starke Reinigungswirkung haben und die Haut sehr stark angreifen können. Aus diesem Grund gibt die Kosmetikindustrie gerne Öle mit in die Seife. Speziell auch bei der Bergmannsseife sind rückfettende Öle enthalten. Dort macht es auch Sinn. Denn die "Kumpels" müssen sauber werden und ihre Haut muss geschützt werden.
6. Häufiges Hornhaut entfernen macht die Füße weicher
Irrtum! Durch häufiges Hornhaut entfernen, regt man die Hornhautproduktion nur an. Der Körper, gerade auch der Fuß bildet nur Hornhaut, wenn er sich vor Druck schützen muss. In der Regel sollte es reichen alle 4 Wochen die Hornhaut zu entfernen. Bekommen Sie die Hornhaut nicht in den Griff, suchen Sie dann eine gute Fußpflege oder Podologin auf.
7. Morgens muss ich mein Gesicht nicht waschen
Irrtum! Ich muss mein Gesicht morgens nicht waschen, da mein Schlafzimmer doch sauber ist. Das mag bestimmt richtig sein. Aber die Haut scheidet nachts die ganzen Schadstoffe aus, die Sie tagsüber über die Luft und die Ernährung aufnehmen. Wenn Sie morgens nicht reinigen, bleibt alles den ganzen Tag auf Ihrer Haut. Das kann zu Rötungen, Überempfindlichkeiten, Papeln und Pusteln führen.
8. Nur Produkte aus einer Kosmetiklinie benutzen
Ein Mythos der gerne von den Kosmetikfirmen genährt wird. Richtig ist, man sollte die Reinigung nur von einer Linie benutzen. Da diese aufeinander abgestimmt sind und sich ergänzen. Bei Tages- und Nachtcremes, oder anderen Pflegeprodukten entscheidet die Haut und das eigene Wohlbefinden.
9. 100 Bürstenstriche pflegen das Haar
Mythos! Aus früheren Zeiten, als es mit der Körperhygiene noch nicht so gut war wie heute,mag das wohl stimmen. Wenn Sie kurze Haare mit 100 Bürstenstriche täglich behandeln, werden Sie sehr schnell zu fettigen Haaren neigen. Durch das Bürsten wird die Talgproduktion angeregt. Bei langen Haaren kann es dann an den Spitzen zur Austrocknung und zu Spliss führen.
10. Nach der Beinrasur wachsen die Haare stärker und dichter nach
Mythos! Das Empfinden das die Haare dichter und stärker werden ist richtig. Das kommt daher wenn das Haar an der Hautoberfläche abrasiert wird, ist die Spitze hart. Dadurch ist das Empfinden so, dass die Haare dichter nachwachsen. Wenn das Haar sich in der Haarwurzel neu bildet, ist die Spitze weicher. Für ein lang anhaltendes glattes Gefühl empfiehlt sich eine Depilation.
11. Zahnpasta als Pickel Wundermittel
Mythos! Heute stimmt dies nicht mehr. Wer sich mit der heutige Zahnpasta erhofft, die Pickel weg zu zaubern, bekommt höchsten Hautirritationen und Rötungen. Der Pickel ist aber immer noch da. Früher enthielten die Zahnpasten Zink, das mag wohl gewirkt haben. Heute ist in den Pasten Menthol und Fluorid. Das Fluorid kann zu Hautreizungen führen. Also Finger weg von der Zahnpasta, beim Kampf gegen Pickel. Besser man tupft auf den Pickel Teebaumöl. Sieht auch nicht so merkwürdig aus, wie weiße Zahnpastaflecken im Gesicht.
12. Möhren oder Karotten schützten vor Sonnenbrand
Irrtum! Karotten und Möhren enthalten zwar sehr viel Beta-Carotin. Dies ist nur gut im Kampf gegen die vorzeitige, lichtbedingte Hautalterung durch die freien Radikale. Das Gemüse hat somit keine Sonnenschutz Wirkung. Man bekommt nur eine schöne gelbe Hautfarbe. Wenn man sich auf die Karotten verlässt, bekommt man leider nur einen Sonnenbrand. Tragen Sie als Schutz in der Sonne, immer ein spezielles Sonnenschutzpräparat auf.
13. Viel Pflege ist immer gut
Irrtum! Ein Zuviel an Pflege, Reinigung oder Peeling hat meist den umgekehrte, gewünschten Effekt. Egal bei welchem Hauttyp, ein Zuviel kann bei jeder Haut zu einer Überfettung, zu Hautirritationen, zu Schüppchen oder zu Papeln und Pusteln führen. Weniger ist meist mehr.
14. Bei fettiger Haut hilft häufiges reinigen und peelen
Irrtum! Durch eine ständige Reizung eines Peeling wird die Talgproduktion angeregt. Besser man benutzt bei einer fettigen Haut ein bis allerhöchsten 2mal in der Woche ein Peeling. Bei jeder Reinigung reicht es, wenn man morgens und abends reinigt. Alles was darüber hinausgeht, regt immer den Talgfluß an. Ist der Fettglanz am Tag zu stark, tupfen Sie ihn mit einem Tuch ab oder pudern das Gesicht noch mal nach.
15. Durch häufiges schneiden bekommt man dickere Haare
Irrtum! Die Haare werden nicht dicker. Nur das Empfinden bei frisch geschnittenen Haaren ist so. Das kommt daher, dass man beim Schneiden die etwas dünneren Spitzen kappt und dadurch wirken die Haare dichter. Durch ein häufiges Nachschneiden wachsten die Haare auch nicht schneller. Das Wachstum geschieht in der Haarwurzel und nicht an den Spitzen.
16. Mit Mascara brechen die Wimpern ab
Mythos! Die heutigen Wimperntuschen sind sehr pflegend. Was stimmt, wenn man sich abends nicht abschminkt und die Wimperntusche nicht entfernt, können durchaus Wimpern abbrechen oder sogar ausfallen. Fazit: Erst abschminken, dann ins Bett.
17. Cellulite haben nur mollige Frauen
Irrtum! Cellulite entsteht nicht durch Fetteinlagerungen, sondern durch ein schwaches Bindegewebe. Das kann erblich bedingt sein oder durch einen Bewegungsmangel hervorgerufen werden. Also: Auch schlanke Frauen können Cellulite haben.
18. Nagellack ist giftig
Mythos! Das stammt aus Großmutters Zeiten. Die Kosmetikfirmen haben darauf reagiert. Den Nagellack, den wir heute benutzen, enthält keine giftigen Stoffe. Im Gegenteil, die heutigen Nagellacke enthalten Proteine und Acryl. Diese dienen dem Nagel als Schutz.
19. Blonde Haare durch Zitronensaft
Mythos! Die Zitronensäure schließt zwar die Schuppenschicht des Haares. Dadurch wird das Licht besser reflektiert und das Haar wirkt heller. Leider trocknet die Zitronensäure das Haar sehr stark aus. Die Haare sehen struppig und glanzlos aus.
20. Make-up ersetzt eine Sonnenpflege
Irrtum! Jedes Make-up enthält zwar einen leichten Lichtschutz aber keinen Sonnenschutz. Wer sich also nur mit einem Make-up, auch UV Make-up in die Sonne begibt, muss mit einem Sonnenbrand rechnen. Besser: Tragen Sie vor dem Make-up eine Gesichtspflege aus einer Sonnenschutzpflegelinie auf.
21. Weissmacher in Zahncremes schaden den Zähnen
Irrtum! In den normalen Zahnpasten ist das Weißpigment Titandioxid enthalten. Diese reinigt die Zähne gründlich und schützt den Zahnschmelz. Vorsicht bei Raucher Zahncremes: Sie enthalten kleine Schleifpartikel, die den Zahnschmelz angreifen. Bitte benutzen Sie diese, nur nach Absprache mit Ihrem Zahnarzt.
22. Hämorrhoidensalbe gegen Tränensäcke
Irrtum! Hämorrhoiden bestehen aus geschwollenen Blutgefäßen, Tränensäcke hingegen bestehen aus eingelagerten Fettpolsten. Bei der Verwendung von Hämorrhoidensalbe am Auge kann es höchstens zu Rötungen und Schwellungen kommen, aber die Tränensäcke verschwinden bestimmt nicht.
23. Häufiges Baden oder Duschen trocknet die Haut aus
Mythos! Früher wurde das gerne behauptet. Wenn man es mit der Temperatur und der Dauer eines Bades oder der einer Dusche nicht übertreibt und gute pflegende Produkte benutzt trocknet die Haut nicht aus.
24. Lippenstift wird aus Läuseblut hergestellt
Mythos! In der heutigen Zeit werden Lippenstift mit synthetischen Pigmenten angereichert und gefärbt. Der Mythos kommt aus den Anfängen des Lippenstiftes. Früher wurde zum färben der Stoff Karmin eingesetzt. Karmin ist ein Pigment, welches aus Schildläusen gewonnen wurde.
25. Backpulver macht die Zähne wieder weiß
Irrtum! Backpulver entfernt zwar die Zahnbeläge, aber leider auch den schützenden Zahnschmelz. Der Zahnschmelz wird porös und im schlimmsten Fall schädigen Kariesbakterien den Zahn. Zum bleichen der Zähne suchen Sie bitte immer einen Zahnarzt auf.